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17.03.2016

Mediation

Ein Konflikt besteht dann, wenn Handlungen, Bedürfnisse und Erwartungen der Beteiligten im Widerspruch zueinander stehen. Im Rahmen unserer Tätigkeit besteht regelmäßig der Konflikt zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner. Beide Interessenslagen sind verständlich: Der Gläubiger wünscht sein eingebrachtes Kapital zur Begrenzung seiner Risiken zurück und der Schuldner möchte seine Immobilie behalten oder sich zumindest seiner Schulden entledigt wissen, ohne das Objekt zu verlieren. Zu häufig droht dieser Konflikt zu eskalieren und endet meist in Insolvenz- oder Zwangsversteigerung, was keine der beteiligten Parteien anstrebt.

Wirtschaftsmediation ist ein speziell entwickelter Anwendungsbereich der Mediation für unternehmensbezogene Konflikte. Diese Form der Mediation kann Anwendung finden bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen, baurechtlichen Konflikten, Unternehmenspartnerschaften, Verbraucherstreitigkeiten und ebenfalls bei Streitigkeiten zwischen Schuldnern und Gläubigern.
Es ist unsere Aufgabe, in diesem Konflikt zu vermitteln, die Bereitschaft zur Einigung zu fördern und konkrete Lösungsansätze anzubieten. Im besten Fall gelingt es sogar, den Ausbruch des Konfliktes in einem frühen Stadium sofort zu beenden.

Die Vorteile aus der Wahl einer Mediation zur Beilegung von Streitigkeiten liegt in der Flexibilität der Lösungswege und der im Vergleich zu formalen Schlichtungs- und Gerichtsverfahren schnellen Einigungsmöglichkeit. Beide Parteien entscheiden sich bewusst für die Durchführung der Mediation und halten sich damit die letztendliche Lösungsvereinbarung für den Mediationsverlauf offen. Lediglich Rechte und Pflichten der Parteien werden verbindlich vereinbart.

Wir empfehlen daher, in Verträgen eine Mediationsklausel entsprechend nachfolgender Formulierung aufzunehmen:

„Etwaige Schwierigkeiten im Zusammenhang mit diesem Vertrag sollen nach dem Willen der Parteien gütlich durch Verhandlungen gelöst werden. Die Parteien verpflichten sich daher hiermit, zunächst den ernsthaften Versuch zu unternehmen, etwaige Meinungsunterschiede im Rahmen einer Wirtschaftsmediation beizulegen, um die Einleitung eines Rechtsstreites vor den ordentlichen Gerichten zu vermeiden. Die Wirtschaftsmediation beginnt mit einer schriftlichen Aufforderung einer Partei gegenüber der RICS Deutschland e.V. Junghofstraße 26, 60311 Frankfurt am Main eine Wirtschaftsmediation einzuleiten. Durch diese Regelung ist keine Partei gehindert, ein gerichtliches Eilverfahren, insbesondere ein Arrest- oder einstweiliges Verfügungsverfahren durchzuführen.“

Als Mediator ist es unsere Aufgabe, die Bedürfnisse und Interessen der Konfliktparteien zu klären und auf ein besseres Verständnis der jeweiligen Gegenseite hinzuwirken. Wir erarbeiten danach Lösungsansätze, argumentieren diese gegenüber den Parteien und schaffen damit eine stabile Ausgangsbasis für eine von beiden Seiten gemeinsam getragene Lösungsoption. Auf diesem Weg lassen sich selbst komplexe rechtliche Fragestellungen außerhalb der Gerichte klären. In diesen Fällen pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit Herrn Rechtsanwalt Jörn Stobbe, MRICS und Partner der internationalen Sozietät Clifford Chance, welcher uns bei eben diesen Mandaten fachlich unterstützt.

Unsere langjährige Erfahrung im Schuldnermanagement und im Umgang mit notleidenden Kreditengagements im Immobilienbereich qualifiziert uns für diese Aufgabe. Torsten Grüber verfügt zudem über ausgewiesene Fachkompetenz als geprüfter Business Mediator RICS. Im weltweit bedeutendsten Immobilienfachverband haben in Deutschland bislang erst 11 Immobilienspezialisten diese Qualifikation erlangt.
      
Wir können auch Sie unterstützen – als Business Mediator RICS. 


      
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