Aktuelles:
17.03.2016

Zwangsversteigerung

Die Zwangsversteigerung einer Immobilie fällt in die Zuständigkeit des örtlichen Amtsgerichtes. Dieses entscheidet über die Zwangsversteigerungsanträge von Seiten der Gläubiger, beauftragt einen unabhängigen Immobiliensachverständigen zur Ermittlung des Verkehrswertes und führt die Versteigerung zum Zwangsversteigerungstermin durch.

Ein Mitspracherecht des Schuldners zur Versteigerung besteht nicht, jedoch wacht das Gericht über die Einhaltung seiner Schutzrechte, insbesondere bei der Erzielung eines angemessenen Versteigerungserlöses.

So ist ein Zuschlag an einen Bieter im ersten Versteigerungstermin erst ab einem Gebot von 50% des Verkehrswertes möglich. Gleichfalls ist der Gläubiger an einem angemessen Erlös interessiert und hat das Recht, bei Geboten unterhalb 70% des Verkehrswertes seinerseits den gerichtlichen Zuschlag zu versagen. Sollte zu diesem Termin kein Kaufinteressent ein entsprechendes Gebot abgeben, ist ein neuer Termin anzusetzen. Hier gelten dann jedoch die eingangs genannten Wertgrenzen nicht mehr.


Vor der Versteigerung:

Bietinteressenten sollten sich vor Abgabe eines Gebotes ausführlich über das Versteigerungsobjekt informieren. Sie sollten Bedenken, dass die Versteigerung nach dem Prinzip „gekauft wie gesehen“ funktioniert.
      

  • Art und Lage des Objektes, insbesondere Mikrolage
  • Einschätzung des Gutachters, insbesondere baulicher Zustand und Ertragssituation
  • Grundbucheinträge, insbesondere stehen bleibende Rechte und Belastungen
  • Fotodokumentation und Besichtigung


Alle zur Verfügung stehenden Unterlagen werden durch die A4RES Group zusammengestellt und können Ihnen zur Information übergeben werden. Zugleich nehmen wir selbst eine Besichtigung der Objekte vor und erstellen darüber eine eigene Fotodokumentation und Kurzeinschätzung des Objektes. Gern organisieren wir für Sie auch einen gemeinsamen Besichtigungstermin vor Ort. Für uns zugestellte Objektunterlagen können wir keine Haftung übernehmen.


Während der Versteigerung:

Zum Zwangsversteigerungstermin ist die persönliche Anwesenheit des Bieters oder eines notariell bevollmächtigten Vertreters erforderlich. Soll ein Objekt gemeinsam mit einem Partner ersteigert werden, müssen alle Beteiligten persönlich anwesend sein. Die A4RES Group wird seine Mandanten zum Versteigerungstermin begleiten und während des Verfahrens bei der Vorgehensweise beraten und unterstützen.

      
Nach der Versteigerung:

Mit Abgabe des Gebotes ist noch zum Gerichtstermin eine Sicherheitsleistung in Höhe von 10% des amtlichen Verkehrswertes zu erbringen. Sie ist als Anzahlung auf das Gebot zu verstehen. Die Sicherheitsleistung kann folgendermaßen erbracht werden:
      

  • bestätigter Bundesbankscheck
  • bestätigter Landeszentralbankscheck
  • Bank-Verrechnungsscheck eines in Deutschland zu Bankgeschäften zugelassenen Kreditinstituts.Die Bank muss hierbei einen Scheck vom eigenen Konto im Namen der Bank ausstellen;
  • selbstschuldnerische Bürgschaft eines Kreditinstituts


Die verbleibende Zahlung des Meistgebotes ist ab Zuschlag bis zum Verteilungstermin beim zuständigen Gericht zu hinterlegen. Es wird in dieser Zeit mit 4 % p.a. verzinst. Der Verteilungstermin findet normalerweise 6 bis 12 Wochen nach der Versteigerung statt.

 

Kontakt:

A4RES Advisory GmbH 
Chartered Surveyors     
Wilthener Straße 39    
02625 Bautzen     

Tel.:  (03591) 3 26 60 0
Fax:   (03591) 3 26 60 90
Email: info@a4res.de            
    
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