Aktuelles:
17.03.2016

Insolvenzverkauf

Ein Insolvenzverfahren ist ein gerichtliches Verfahren. Es dient der gleichmäßigen Befriedigung aller Gläubiger, wenn deren Schuldner zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Zu unterscheiden ist zwischen der Unternehmensinsolvenz als Regelverfahren sowie der Verbraucherinsolvenz als Kleinverfahren.

Verfahrenseröffnung

Die Insolvenz kann von einem Gläubiger oder vom Schuldner selbst beim Insolvenzgericht beantragt werden, wenn die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Eröffnet das Gericht das Insolvenzverfahren, verliert der Schuldner das Recht, über sein Vermögen zu verfügen. Die Verfügungsbefugnis geht auf den Insolvenzverwalter über, welcher das gesamte Vermögen amtsrechtlich in Besitz nimmt. Weitere Einzelzwangsvollstreckungsmaßnahmen sind untersagt.


Verfahrensdurchführung

Nachdem der Insolvenzverwalter die Vermögensgegenstände gesichtet und deren Verwertbarkeit geprüft hat, kann er diese ohne Zustimmung einzeln freihändig verkaufen oder versteigern lassen. Die Verwertung insgesamt auf drei verschiedenen Wegen betrieben werden:
      
Liquidierung: Das gesamte Schuldnervermögen wird im Rahmen von Zwangsversteigerungen verwertet.
Sanierung: Nach der Sanierung fallen die erwirtschafteten Gewinne den Gläubigern zu.
Grundbucheinträge, insbesondere stehen bleibende Rechte und Belastungen
Übertragung: Mit dem Verkauf des Unternehmens an ein anderes Unternehmen wird der Kaufpreis zur Befriedigung der Gläubiger verwendet.
      

Im Gegensatz zur reinen Zwangsversteigerung, besteht bei einem Verkauf im Rahmen der Insolvenz kein prinzipieller Haftungsausschluss. Der Insolvenzverwalter ist für die ordentliche und gewissenhafte Durchführung des Insolvenzverfahrens verantwortlich und haftet für eventuelle Schäden im Rahmen der Verwertung, insbesondere     

  • Veräußerung des schuldnerischen Unternehmens unter Preis
  • Durchführung des Insolvenzverfahrens in übertriebener Eile
  • Anerkennung unberechtigter Forderungen
  • Versäumnis, erreichbare Vermögenswerte zur Masse zu ziehen
  • Verletzung der Nachforschungspflicht hinsichtlich Urkunden

 
Verfahrensabschluss

Die aus der Insolvenzmasse erzielten Erlöse werden zuerst zur Begleichung der Verfahrenskosten sowie zur Vergütung des Insolvenzverwalters (Massekostenbeitrag) verwendet. Darüber hinaus erzielte Erlöse werden an die Gläubiger verteilt.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens besteht die Möglichkeit, eine gerichtliche Restschuldbefreiung zu erwirken. Bei Unternehmensinsolvenzen gehen Forderungen der Gläubiger, die nach Abschluss des Insolvenzverfahrens nicht durch die Ausschüttung aus der Insolvenzmasse befriedigt werden konnten, auf Dauer unter. Natürliche Personen unterliegen bei Restschuldbefreiung einer Wohlverhaltensphase, innerhalb derer pfändbare Bezüge an die Gläubiger abzutreten sind. Wurde durch das Gericht keine Restschuldbefreiung angekündigt, können die Gläubiger nach Verfahrensabschluss ihre restlichen Forderungen, wieder unbeschränkt im Rahmen der Einzelzwangsvollstreckung geltend machen.

Wir begleiten unsere Mandanten bei ihrem Vorhaben, Immobilien aus der Insolvenzmasse zu erwerben. Wir nehmen eine eigene Einschätzung der Objekte vor und verhandeln mit Insolvenzverwaltern und Gläubigern über einen realistischen Kaufpreis.

In unserer Suchdatenbank finden Sie daher ausschließlich Objekte, die wir ohne Bruch der Vertraulichkeit in diesem öffentlichen Rahmen ausweisen können.

Wir weisen darauf hin, dass wir im Bereich der Zwangsversteigerung grundsätzlich provisionsfrei arbeiten. Provisionsregelungen bestehen mit dem betreibenden Gläubiger. Dies bedeutet, dass wir umfassende Informationen zu den Objekten nur bei vollständig vorliegenden Kontaktdaten zugänglich machen.


      
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